Immer wieder treffe ich auf Meldungen aus den Reichen von Absurdistan, Perversien und Matto, über die ein halbwegs vernünftiger Zeitgenosse nur verwundert den Kopf schüttelt oder einfach herzlich lacht. Darüber ausführlich zu schreiben, fehlt mir aber oft die Zeit. Deshalb habe ich mich entschlossen, diese Fundstücke in einer losen Beitragsreihe mit wenigen Worten zu kommentieren und unter der Rubrik „Neues aus Absurdistan“ zu veröffentlichen.
Die Regierung Deutschlands hat sich tief verschuldet und viel Geld für die Wirtschaft locker gemacht, doch die ist noch gar nicht bereit, die bereit gestellten Fördermittel zur Konjunkturstimulierung einzusetzen: Quelle. Die Konjunkturförderung scheint wirklich gut durchdacht zu sein ;-)=)
Lugano reinigt neuerdings die Luft mit einem Freiluft-Staubsauger: Quelle.
Das erinnert mich an den Film „Der Querkopf“ (La zizanie) von Louis de Funès, in welchem er als Erfinder und Fabrikant 3’000 Exemplare seiner riesigen Luftreinigungsmaschine für ein paar Japaner produzieren muss und dazu kurzerhand seine Villa zum Ärger seiner Frau zur Fabrik umfunktioniert.

Die Entstehung und die Geschichte des Geldes sind eng mit jener der Religionen verknüpft und der Zusammenhang zwischen Geld und Religion zieht sich durch bis in die Neuzeit. Bereits in der Antike wurden die Götter mit Geld als Opfergabe besänftigt. Dies setzte sich im Mittelalter im Ablasshandel fort, der als Perversion des Busssakramentes den Gläubigen bei Erfüllung bestimmter Leistungen und speziell bei Zahlung eines bestimmten Geldbetrages den Erlass von irdischen Strafen und die Verkürzung der Reinigungszeit im Fegefeuer nach dem Tod versprach („Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt“). Der Kirche bescherte der Ablasshandel einen reichen Geldsegen. Ob dies nun auf ein religiöses Missverständnis oder eine bewusste Missinterpretation zurückzuführen ist, bleibt wahrscheinlich unbeantwortet. Jedenfalls besteht das Busssakrament nicht bloss aus der Satisfactio (Genugtuung, Wiedergutmachung) sondern setzt die Reue der sündhaften Tat sowie das explizite Sündenbekenntnis voraus. Noch heute zeigt sich aber vielerorts die Vorstellung, dass mit Geld alles käuflich wäre.